Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat am Mittwoch bestätigt, dass Montagabendspiele in der Bundesliga ab der Saison 2021/22 gestrichen werden.
Während andere europäische Ligen ihr Fußballwochenende mit Montagsstarts im Fernsehen verlängern, setzt die deutsche Spitzengruppe auf Druck der Fans gegen den Trend.

Die Fans versammelten sich gegen die fünf Montagsspiele der vergangenen Saison, als die Initiative zum ersten Mal vorgestellt wurde, entweder mit stillen Protesten bei Spielen oder mit Boykotten.

Einige Fans warfen auch Tennisbälle auf die Spielfelder, um ihre Unzufriedenheit zu demonstrieren. Andere hielten farbenfrohe Schilder oder Poster hoch, auf denen “gegen Montagsspiele” geschrieben standen.

Der erste Montagabend-Start in dieser Saison ist am 3. Dezember, wenn Nürnberg Gastgeber Bayer Leverkusen ist.

Nun, wenn der neue TV-Vertrag mit der Saison 2021/22 beginnt, werden die fünf Fernsehspiele auf Sonntag umgestellt und die Montagsspiele gestrichen.

Die Deutsche Fußball-Bundesliga (DFL) hat eine Erklärung über die Entscheidung, die Montagsspiele am Mittwoch zu beenden, veröffentlicht. Das Unternehmen sagte: “Die DFL kann bestätigen, dass bereits im September eine Entscheidung getroffen wurde, die Montagsspiele in der Bundesliga bei der Verhandlung des nächsten Medienrechtedeals einzustellen.”

Am Dienstag hatten mehrere Fangruppen bundesweite Kampagnen und einen Boykott einiger Spiele angekündigt.

All dies wird jedoch trotz der Nachrichten aus der DFL stattfinden, bestätigten die Fanorganisationen “Unsere Kurve” und “Pro Fans”.

“Es geht nicht nur um Montagsspiele in der ersten Liga, sondern auch in der zweiten und dritten Liga – und vor allem um Spiele unter der Woche”, erklärte Jochen Grotepaß, Sprecher von “Unsere Kurve”.

In Leverkusen hatten die Fans auch angekündigt, das Spiel gegen Nürnberg komplett zu boykottieren.

Dennoch wollen die Bundesligavereine ihren Verpflichtungen mit den Montagsspielen aus dem aktuellen TV-Vertrag nachkommen.

Michael Gabriel, Leiter der Koordinierungsstelle für Fanprojekte (KOS) in Frankfurt am Main, sagte, er sehe die Abschaffung der Montagsspiele als “Signal, dass der Fußball zuhört”.

“Ich bin sicher, dass dies von der Fanszene sehr, sehr positiv aufgenommen wird”, sagte er.

Ende September äußerten sich die Zuschauer in den ersten drei Ligen unzufrieden über die wachsende Kluft zwischen Fans, Vereinen und Verbänden sowie die zunehmende Kommerzialisierung des Fußballs. “Wir nehmen unser Spiel zurück” – das ist das Motto der Fans.

Angesichts der oft heftigen Fanproteste hatten einige Clubmanager sie unterstützt – was Borussia Mönchengladbachs Manager Max Eberl im September in der “Sport Bild” kritisierte.

Sagte er: “Wir Vereine haben einstimmig für diese Spiele gestimmt, weil wir der Meinung sind, dass es aus sportlicher Sicht richtig ist”, und fügte hinzu, dass es möglich ist, “einen Teil des Drucks auf Teams, die international spielen, zu verringern”.